Pressemitteilung:

  • Erftstadt, 02. August 2013

Jusos Rhein Erft sprechen sich gegen das Betreuungsgeld aus

Gestern, am 01.08.2013, wurde in Deutschland das von der aktuellen schwarz-gelben Bundesregierung befürwortete Betreuungsgeld in Deutschland eingeführt. Ab sofort wird Familien, die ihre Kinder daheim erziehen ein monatlicher Zuschuss von 100 Euro gezahlt.

Wir Jusos Rhein-Erft sehen in dieser Prämie den Schritt in eine gänzlich falsche Familienpolitik. Bei den letzten Hausbesuchen wurde uns von vielen Müttern der Wunsch geäußert, das Betreuungsgeld schnellstens wieder abzuschaffen. Wir Jusos stehen für einen Ausbau der Kita-Plätze in Deutschland, dem mit dem Betreuungsgeld ganz klar entgegen gewirkt wird.

Für uns ist es wichtig, dass Kinder gemeinsam mit vielen anderen Gleichaltigen aufwachsen, da es einen großen Teil der Sozialisation ausmacht. In Kindertagesstätten wird nicht nur die soziale, sondern auch die geistige Entwicklung vorangetrieben. Sie bereiten Kinder viel besser auf das spätere Lernen in Klassen vor und es werden bereits elementare Dinge gelehrt.

Viele Familien wollen diese Prämie nicht, da sie dem Wunsch nach Arbeit entgegen steht. Das zeigt sich auch in dem mehr als verhaltenen Abruf dieser Prämie. Zudem lässt das Betreuungsgeld keine Wahl mehr zu. Familien, die es in Anspruch nehmen, dürfen keinen Kita-Platz mehr nutzen. Diese Verknüpfung ist höchst unsozial, wie wir Jusos Rhein-Erft finden. Über das Kindergeld werden bereits alle Eltern unterstützt. Frauen und Männer dürfen nicht vor die Alternative „Kinder oder Beruf“ gestellt werden. Das Geld, was für die Auszahlung des Betreuungsgeldes gesteckt wird, sollte lieber in Kitas und Ganztagsschulen fließen, um eine bestmögliche Kinderbetreuung zu gewährleisten, die auch eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.

Daher lehnen wir Jusos Rhein-Erft das Betreuungsgeld in jeglicher Form ab und werden im kommenden Bundestagswahlkampf dafür kämpfen, es nach dem 22. September schnellstmöglich wieder abschaffen zu können – für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine bessere Betreuungslandschaft in Deutschland.