DIW-Studie bestätigt Juso-Aussagen

Investitionen in neue Braunkohlekraftwerke sind nicht sinnvoll. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftforschung. Die Jusos Rhein-Erft haben bereits vor Jahren vor dem Bau neuer Kraftwerke in der Region gewarnt, damals insbesondere in Hinblick auf die angestrebte Energiewende, die dadurch nicht vorangetrieben werden würde. "Wer auf neue Braunkohlekraftwerke setzt, kann nicht ernsthaft die Entwicklung erneuerbarer Energien im Sinn haben", so die damalige Aussage Martin Krupps, Vorstandsmitglied der Jusos im Kreis. Die Studie kommt nun sogar zu dem Schluss, dass neue Braunkohlekraftwerke aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert seien. So sei der Bau neuer Kraftwerke aus ökonomischer Perspektive nicht rentabel. Zudem gäbe es in den Regionen, in denen diese Kraftwerke gebaut werden sollen bereits jetzt oder aber zukünftig massive Kapazitätsüberschüsse. Der für die Jusos jedoch wichtigste Grund ist der, den sie auch auf den vergangenen Kreisparteitagen bereits immer wieder angemahnt hatten. Mit einer CO2-Intensität von fast einer Tonne pro MWh (im Vergleich: Erdgas ca. 350 Kilogramm pro MWh) sind anspruchsvolle klimapolitische Ziele, wie sie die deutsche Bundesregierung stets ausgibt, laut Studie nur bei einem raschen Rückgang der Braunkohleverstromung zu erreichen, hieran würden auch Wirkungsgradverbesserungen in Höhe einiger Prozentpunkte nichts ändern. Daher fordern die Jusos im Rhein-Erft-Kreis sowohl die Mutterpartei SPD als auch RWE auf, endlich auch im Kreis mit aller Kraft den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. "Die Braunkohle war immer ein tragender Faktor der Region, doch nun müssen wir neue Ziele ins Auge fassen und versuchen, dort zu punkten.", so Leon Berg, Vorsitzender der Jungsozialisten im Kreis. Pressesprecher Florian Papenfuß pflichtet ihm bei: "Wir Jusos werden auch weiterhin aktiv für eine saubere Zukunft mit neuen Energiemöglichkeiten kämpfen."

Quelle: http://www.bund-nrw.de/fileadmin/bundgruppen/bcmslvnrw/PDF_Dateien/Themen_und_Projekte/Braunkohle/20121_11_28_diwkompakt_Braunkohle_2012-069.pdf