Jusos besichtigen das Kraftwerk Niederaußem

RWE und die Jusos im Rhein-Erft-Kreis – da war doch was. Die Jungsozialisten im Kreis haben in den vergangenen Jahren immer wieder eine fehlende Motivation beim Ausbau regenerativer Energien bemängelt. So forderten sie auf Kreisparteitagen des Öfteren die Mutterpartei SPD auf, RWE mehr in die Pflicht zu nehmen, den Ausbau erneuerbarer Energien auch wirklich in den Fokus der Bemühungen zu stellen.

Neben dem Umweltschutz sei aber vor allem auch die Sicherung der Arbeitsplätze von großer Bedeutung, wie Leon Berg, Kreisvorsitzender der Jusos anmerkte. Natürlich sichern Kraftwerke wie das in Niederaußem zahlreiche Jobs. So vereinbarte der Arbeitskreis "Energie und Umwelt" einen Besichtigungs- und Informationstermin im RWE-Kraftwerk Niederaußem, an dem am Samstag 16 Jusos aus dem Kreis teilnahmen, um sich auch einmal ein persönliches Bild vor Ort zu machen, sowohl über das bestehende als auch über das geplante Kraftwerk. Gemeinsam mit Harald Könen, RWE-Betriebsratsvorsitzender am Standort, Dr. Lars Kulik, Leiter Tagebauplanung und -genehmigung und Christoph van Eyk, Projektingenieur und Umweltbeauftragter im Kraftwerk Niederaußem, diskutierten die Jungpolitiker über die Zukunft am Standort, ließen sich ausführlich über die neue Technik informieren und besichtigen zudem noch einige Anlagen.

Die Jusos Rhein-Erft waren nach dem Besuch sehr positiv überrascht. "Die Aussagen der RWE-Mitarbeiter waren sehr informativ, die Gespräche und Diskussionen sehr sachlich und zu jeder Zeit von gegenseitigem Respekt geprägt", bemerkte Florian Papenfuß, Geschäftsführer der Jusos. Die Jungsozialisten zeigten sich zufrieden mit den bereits erfolgten Aktionen im Werk, etwa dem Abschalten alter und besonders "schmutziger" Blöcke. Zudem sei es mit Sicherheit besser, alte Blöcke durch neue Technik zu ersetzen, um die Umweltverschmutzung weiter zu senken, konstatierte Jens Baars, Sprecher des Juso-Arbeitskreises Energie und Umwelt. Beide Seiten gingen mit einem guten Gefühl nach Hause, wobei für die Jusos auch nach dem Termin eines feststeht: Komplett neue Braunkohlekraftwerke werden auch in Zukunft nicht mit den Jungsozialisten zu machen sein. Der Fokus muss auf die Zukunft gelegt werden und dort dürften nur regenerative Energien wie Wind, Wasser und Sonne zählen, so Berg abschließend. Der Weg von RWE zeigt dabei in die richtige Richtung. An dem Versprechen, keine neuen Kraftwerke zu errichten, können und werden wir das Unternehmen in Zukunft messen, so Papenfuß zum Abschluss des Treffens.