Parteibasis soll gestärkt werden!

Am 07. November fand der Kreisparteitag der Rhein-Erft SPD statt. Rund 200 Mitglieder hatten sich im Wesselinger Rheinforum eingefunden, um einen neuen Kreisvorstand und die Delegierten zu den übergeordneten Gremien zu wählen. Inhaltlich haben sich die GenossInnen mit vier Anträgen, darunter zwei Anträgen der Jusos, befasst.

Während der geschäftsführende Vorstand größtenteils unverändert bleibt – Claudia Lemke ersetzt Bernhard Hadel als Kassiererin – sind viele GenossInnen erstmals als Beisitzer im Kreisvorstand vertreten. Besonders freuen wir uns darüber, dass mit Leon Berg (Brühl), Viktor Bohn (Frechen), Lukas Gottschalk (Hürth), Martin Krupp (Erftstadt) und Sascha Solbach (Bedburg) gleich fünf Jusos im Kreisvorstand vertreten sein werden.

Der Trend in der Zukunft auch den Nachwuchs verstärkt mit in die Verantwortung nehmen zu wollen, setzt sich auch bei den Delegiertenwahlen fort. Mit Tobias Görtzen (Brühl) und Andrea Kanonenberg (Wesseling) stellen die Jusos zwei der drei Delegierten für den Bundesparteitag. Beim Landesparteitag und der Regionalkonferenz sind vier Jusos vertreten.

Auch inhaltlich wurde der Kreisparteitag von den Jusos mitbestimmt. Einstimmig wurde beschlossen, dass der nächste Kanzlerkandidat oder die nächste Kanzlerkandidaten der SPD durch die Mitglieder per Urwahl bestimmt wird. Die Rhein-Erft Jusos freuen sich, dass ihr Anliegen auf dem Bundesparteitag im Dezember durch einen Antrag des Kreisverbandes Tempelhof-Schöneberg thematisiert wird.

Ein wenig kontroverser ging es bei einem weiteren Antrag der Jusos zur Sache. Die Forderung: „Die Anzahl von MandatsträgerInnen (Mitglieder des Bundestag, Landtag und Europaparlaments) auf Landes- und Bundesparteitagen auf maximal 50% zu begrenzen.“ Aus dieser Quotierung soll eine Stärkung der Parteibasis resultieren, da
mehr aktive Mitglieder in die Entscheidungsprozesse der Partei mit einbezogen werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass Entscheidungen aus wirklicher Überzeugung zu den Sachthemen und nicht etwa aus der Mandatsabhängigkeit heraus getroffen werden.
Nach kurzer Diskussion wurde der Antrag mit großer Mehrheit und nur vier Gegenstimmen verabschiedet.

Die Jusos Rhein-Erft wünschen sich, dass sich weitere Kreisverbände der SPD dem Weg der Jusos anschließen und den Mitgliedern der Parteibasis mehr Verantwortung auferlegt wird.

Die Stärkung der Mitglieder an der Parteibasis wird auch in Zukunft ein wichtiges Anliegen der Jusos Rhein-Erft bleiben.

Jusos Rhein-Erft im November 2015